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TIBET – Flucht vom Dach der Welt
TIBET – Flucht vom Dach der WeltSeit 1959 der Dalai Lama vor den chinesischen Besatzern ins indische Exil floh und ein Sturm von Terror und Zerstörung über Tibet hereinbrach, ist der Flüchtlingsstrom vom Dach der Welt nicht mehr abgerissen. Mehr als 140.000 Tibeter verließen seither ihre Heimat. Auch heute noch flüchten jedes Jahr etwa 3.000 Menschen, überwiegend Nonnen, Mönche und Kinder, unter hohem Risiko für Leib und Leben über den Himalaya.
Zwar erlaubt das chinesische Gesetz mittlerweile eingeschränkten Grenzverkehr – doch die dafür nötigen Papiere sind für die meisten Tibeter kaum zu erlangen.

Die „heimliche Überquerung der nationalen Grenze“ aber wird mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet und bedeutet für viele tibetische Flüchtlinge eine Reise in den Tod. Zahlreiche Flüchtlinge überleben den gefahrvollen Weg unter schwierigsten Bedingungen über die verschneiten Himalayapässe nicht oder erreichen Indien mit schweren gesundheitlichen Schäden und abgefrorenen Gliedmaßen.

Eine Hauptroute der tibetischen Flüchtlinge führt über den fast 5.800 Meter hohen Pass Nangpa-La an der Grenze zwischen Tibet und Nepal. Es ist jener Pass, an dem im Herbst 2006 eine 17-jährige tibetische Nonne auf dem Weg in die Freiheit von chinesischen Grenzsoldaten in den Rücken erschossen wurde.

Dieter Glogowski, Fotograf, Filmemacher und deutscher Repräsentant des buddhistischen Klosters Lingshed in Zanskar/Ladakh hat zwei tibetische Kinder auf ihrer Flucht über den Nangpa-La begleitet. In seinem neuen Bildband „TIBET – Flucht vom Dach der Welt“ (C.J. Bucher Verlag) erzählt er die Geschichte dieser Flucht, die exemplarisch steht für das Schicksal zahlloser tibetischer Flüchtlinge. Seine atemberaubende Fotoreportage führt Betrachter und Leser hautnah an die dramatischen Geschehnisse im Grenzgebiet zwischen Tibet und Nepal heran.

Der Tibet-Kenner Franz Binder führt in begleitenden Texten in die wechselvolle Geschichte Tibets von den Anfängen bis zur Gegenwart ein und umreißt die Geschichte des Buddhismus in Tibet sowie die Umbrüche, mit denen sich die Tibeter in ihrem Heimatland und im Exil konfrontiert sehen. Nur vor diesem Hintergrund ist das Flüchtlingsdrama auf dem Dach der Welt wirklich zu verstehen.
Die Verbindung von packender Reportage, großzügigen Bildsequenzen und fundierter Hintergrundsinformation macht dieses Buch zu einer umfassenden Zusammenschau über das Schicksal Tibets.

Dieter Glogowski, Franz Binder: „TIBET – Flucht vom Dach der Welt”,
168 Seiten, ca. 200 Abbildungen, ISBN 978-3-7658-1670-3,
€ [D] 24,95, € [A] 25,70*, sFr. 41,80,
C.J. Bucher Verlag, 81664 München, www.bucher-verlag.de

Zur Information

Die Geschichte einer Flucht aus Tibet, wie sie in dem Buch „Tibet – Flucht vom Dach der Welt“ und der gleichnamigen Multimedia-Präsentation dargestellt ist, wurde bezüglich der Namen, Daten sowie einzelner Ereignisse und Details aus verschiedenen Gründen bewusst modifiziert. Es geht nicht darum, ein Einzelschicksal zu dokumentieren, sondern eine Geschichte zu erzählen, die beispielhaft ist für das Schicksal der etwa 3000 Tibeter, die jedes Jahr aus ihrer Heimat fliehen. Nicht ein Einzelfall, sondern ein ganzer komplexer Problemkreis wird anschaulich thematisiert. Die Fotos und Texte beschreiben exemplarisch eine Situation, die sich seit vielen Jahren im Grenzgebiet zwischen Tibet und Nepal täglich aufs Neue wiederholt. Daher ist es nicht wichtig, ob die Personen, die im Buch Norbu, Lhakpa und Nyima genannt werden, in jeder Einzelheit tatsächlich den beschriebenen Werdegang genommen haben, denn sie stehen stellvertretend für alle tibetischen Flüchtlinge. Aus diesem Grund wurde auch ihr Schicksal im Exil exemplarisch dargestellt – Lhakpa geht ins Kloster, Norbu ins SOS-Kinderdorf – so wie dies bei den allermeisten der jugendlichen Flüchtlinge der Fall ist.

Nicht zuletzt musste unbedingt auf den Schutz aller beteiligten Personen geachtet werden. Das Risiko von Tibetern, deren wahre Identität in den Medien preisgegeben wird, bedeutet Gefängnis, Folter, Straflager und Repressalien gegen ihre in Tibet verbliebenen Angehörigen. Dies musste um jeden Preis verhindert werden.
Hauptanliegen des Buches ist es, die desolate Situation der Menschenrechte im chinesisch besetzten Tibet zu thematisieren, gerade angesichts der Tatsache, daß sich China im Jahr 2008 als Ausrichter der olympischen Spiele der Welt präsentieren darf. Aus diesem Grund ist ein großer Teil des Buches der aktuellen und historischen Hintergrundsinformation gewidmet, um die tibetische Flüchtlingsproblematik und die gegenwärtige Situation Tibets in ihrer ganzen Bandbreite verständlich zu machen. Wenn dieses Buch nur einen geringen Beitrag dazu leisten kann, die Unterdrückung Tibets und das Leid der tibetischen Flüchtlinge ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken, so ist sein Zweck mehr als nur erfüllt.


Preis: 24.95 €

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