Geshe Lama Ngawang Changchub
„Ich kann mich noch genau an die erste Begegnung mit Dieter Glogowski erinnern: Am 30. Juli 1993 trat ich morgens aus meiner Klause heraus, um hinauf zum Kloster zu gehen. In der Nacht zuvor hatte ich einen eigenartigen Traum gehabt über die Begegnung mit einem Menschen, den ich vorher noch nie gesehen hatte.
Ich entschloss mich spontan, am Zeltplatz des Klosters vorbei zu gehen. Dort traf ich auf Dieter Glogowski, einen jungen deutschen Fotografen, der schon öfter im Himalaya unterwegs gewesen war, und der auf dem Weg war, Zanskar zu Fuß zu durchqueren. Es entwickelte sich ein intensives, mehr als zweistündiges Gespräch.
Einen Monat später stand Dieter wieder vor mir, sein Weg hatte ihn zurück nach Lingshed geführt. Ich hatte ihm von meinen Ideen und Projekten für Lingshed erzählt, Dieter hatte sich Gedanken darüber gemacht und wollte sich in Deutschland dafür engagieren. So wählten die Dorfgemeinschaft und wir Mönche Dieter Glogowski 1993 zu unserem Repräsentanten für Deutschland. Besonders tief beeindruckte mich, dass Dieter bereits im ersten Jahr unserer Zusammenarbeit über 10.000 Dollar für Lingshed organisiert hatte.
1995 lud mich Dieter zu ersten Mal nach Deutschland ein, wo ich auf seinem Weitsicht-Festival unsere Arbeit in Lingshed vorstellte. Viele weitere Besuche von beiden Seiten folgten, bei denen wir großartige Unterstützung von Dieter für unsere Projekte erhielten: die Instandhaltung und der Ausbau des Mönchsklosters, der Bau sanitärer Anlagen, Gründung und Bau eines Nonnenklosters, Unterstützung für das Amchi-Projekt (traditionelle Medizin) und für den Kulturkreis zur Erhaltung der Traditionen. Im Sommer 2008 ist mit dem Lingshed Hostel wieder ein neues Projekt hinzugekommen.
Ich spreche im Namen aller Nonnen, Mönche und Bewohner von Lingshed, wenn ich Dieter Glogowski für seine jahrzehntelange, unermüdliche Unterstützung von ganzem Herzen danke. Wir sind tief mit ihm verwurzelt.“
Geshe Lama Ngawang Changchub, Lingshed/Leh, 8. September 2008
English:
„I can very well remember my first connection with Dieter Glogowski: it was July 30, 1993, when I stepped out of my little hut to walk up to the monastery. The night before I have had a strage dream about meeting someone whom I have never met before. Spontaneously I decided to head to the monasterys camping ground. There I found Dieter Glogowski, a young german photographer, who had been many times before to the Himalayas and who now was on his way to cross Zanskar by foot. Very soon, a more than two hour long, very intense talk had developed.
One month later, we met again: Dieter had found his way back to Lingshed. I had told him about my projects and ideas about Lingshed, he had thought about it and decided to involve in it. We – the villagers and Monks of Lingshed – chose him to be our german representative. I was deeply impressed that during the very first year of our cooperation he could already organize more than 10.000 Dollar to suppport us.
In 1995 he invited me the first time to Germany, where I presented our work in Lingshed during his Weitsicht-Festival. Many more visits on both sides followed, and we got great support by Dieter for our Projects: maintainig the monastery, setting up a sanitary building, foundation and building of a nunnery, support for the Amchi-project (traditional medicine) and the cultural project for keeping the traditions alive. A new project followed in summer 2008 with the Lingshed Hostel.
I can speak in the name of all nuns, monks and villagers of Lingshed when I thank Dieter Glogowski from the bottom of my heart for his decadelong, neverending support. We are deeply connected with him.“
Geshe Lama Ngawang Changchub, Lingshed/Leh, September 8, 2008







