HIMALAYA - Das Geheimnis der Goldenen Tara
Neu überarbeitet! Jetzt ab sofort als digital-Show ! Mit über 350 neuen Bildern zum Thema Ladakh, Nepal, Tibet.
Dieter Glogwski, Jahrgang 1956, arbeitet als freier TV-und Fotojournalist mit dem Schwerpunkt-Thema Himalayaregion. Der Bildband- und Drehbuchautor gehört zu den etabliertesten Vortragsreferenten im deutschsprachigen Raum.
Er ist Initiator des Frankfurter Dia-Show-Festival „Weitsicht“ (www.weitsicht-festival.de), Mitglied der Bildagentur laif und Träger des Prädikats „Leicavision“. 1993 wählten ihn die Mönche des Klosters Lingshed in Zanskar zu ihrem Repräsentanten für Deutschland. Mit einem Teil seiner Honorare engagiert er sich seit Jahren an sozialen Projekten im Himalaya.
Mit seiner „Real-Roman“- Dia-Reportage „HIMALAYA – Das Geheimnis der Goldenen Tara“ hat er neue Akzente im Bereich der Multi-Media-Show gesetzt. Franz-Josef Röll, Professor für neue Medien, schrieb nach der Premiere hierzu: „Nach dem Abend ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass Dieter Glogowski nach meinen Erkenntnissen der einzigste Referent in der Diaszene ist, der sich inzwischen von den bisher etablierten Dramaturgie- und Strukturmustern gelöst und ein unikates Profil entwickelt hast. Bisher gab es keine Traditionen in der Diaszene, die Dramaturgiemuster des Films als Basis einer Diaschau zu nehmen incl. der dabei notwendigen narrativen Erzählmuster.“
Seine neueste Multimedia-Produktion „Tibet – Flucht vom Dach der Welt“ startet ab 14. Oktober 2007 auf Deutschland-Tournee.
LADAKH - ZANSKAR - NEPAL - BUTAN - SIKKIM -LHASA - KAILASH
16. Dezember 2002:
Im Briefkasten finde ich einen Luftpostbrief. Neben den indischen Briefmarken erkenne ich die Handschrift meines alten Freundes Sonam Yospel, einem 95-jährigen Mönch aus dem Kloster Lingshed in Ladakh.


Meine Augen folgen seinen Zeilen:
Für Dieter,
Ich bin jetzt über 90 Jahre alt und spüre,
dass mein Körper immer schwächer wird
und für mich die Zeit des Sterbens naht.
Vor meinem Tod muss ich Dir noch ein großes Geheimnis anvertrauen,
aber dazu musst Du so schnell wie möglich nach Lingshed kommen.
Das war es, was ich Dir sagen wollte.
Ich hoffe und bete, dass wir uns bald sehen.
Tashi Delek,
Sonam Yospel
Jahr 2002, 9. Monat, 5. Tag
Zanskar, 14. Februar 2003:
Kalt bläst mir der Wind ins Gesicht. Schritt für Schritt suche ich mir meinen Weg auf der Eisdecke des gefrorenen Flusses. Tsewang, ein junger Mönch aus Lingshed, und drei Träger begleiten mich. Nach vier Tagen sitze ich in der kleinen Winterklause von Sonam Yospel und höre ihm mit Spannung zu. Er spricht vom “Geheimnis der Goldenen Tara”, einer kleinen Statue aus dem tibetischen Kloster Ganden. Es war fast genau vor 40 Jahren, in der Nacht der Zerstörung der Klosterstadt Ganden durch Maos Rote Garden. Während die Granaten der Kulturrevolutionäre im Kloster einschlugen, übergab ihm der Abt von Ganden eine kleine vergoldete Tara-Statue.
Der alte Abt wusste: Sonam war weit gereist. “Bringe sie zum Schutz Tibets in den Westen, bringe sie zum Kailash ins Innere des Mandalas! Geh rasch und gib auf Dich Acht.”
Zusammen mit dem jungen nepalischen Mönch Pasang Lama begab sich Sonam auf den Weg. Aber schon nach elf Tagen fiel er in Shigaze einer chinesischen Militärstreife in die Hände, wurde verhaftet und kam für drei Jahre ins Gefängnis. Pasang Lama, der außerhalb von Shigaze mit der kleinen Tara-Statue im Gepäck auf ihn gewartet hatte, sah er nie wieder.
“Ich bin alt, mein Freund. Gehe für mich zum Kailash und suche die Tara! Berichte mir, ob sie jemals den Kailash erreicht hat.” Sonam drückte seine Stirn gegen meine. “Hast Du noch das Amulett, das ich Dir vor zwei Jahren geschenkt habe? Es gibt noch einmal das gleiche Amulett. Es ist im Besitz von Pasang. Nimm Dein Amulett mit auf Deine Reise! Es soll Dich nicht nur schützen, sondern Dir vielleicht auch den Weg weisen.”
Mit diesen Worten begann für mich eine atemberaubende zweijährige Odyssee durch den gesamten Himalaya.
März/April 2003:
In Dharamsala bekomme ich den Segen des 14. Dalai Lamas, recherchiere im südindischen Exilkloster Ganden, erlebe das tropische “Tibet im Exil”. Nur ein Gedanke treibt mich voran: Ich muss Pasang Lama finden! Meine Suche führt mich nach Nepal.
Nepal, Juli/August 2003:
Monsun in Nepal: dunkle Regenwolken, hungrige Blutegel, strömender Regen.
Mit dem nepalischen Sadhu Rade-Baba und meinen Assistenten Katja Knauer und Jens Steingässer steige ich im Norden Nepals hinauf ins Helambu-Langtang-Gebiet zu den heiligen Seen von Gosaikunde.
In der Vollmondnacht im August treffen sich hier oben auf 4.000 Metern Höhe hunderte von Schamanen und tausende nepalische Pilger. Zwei Tage später überschreiten wir den Lauribinayak-Pass und betreten Melamchee Ghayang, das Heimatkloster von Pasang Lama. “Pasang Lama? Oh ja, er ist vor vielen Jahren nach Bhutan gezogen. Seine letzte Nachricht haben wir aus dem Dzong von Wangdi erhalten. Er wollte sich im Maskentanz unterrichten lassen. Aber das ist schon über 20 Jahre her!” Dolma schaut mich fragend an. Sie ist Pasangs ältere Schwester.
Bhutan, Oktober 2003:
Wangdi-Dzong: Laut dröhnen die Randongs, die Alpenhörner des Himalayas. Das große Maskentanzfest ist jedes Jahr einer der spirituellen Höhepunkte. Tausende von Zuschauern drängen sich im hinteren Klosterhof des Dzongs von Wangdi. Vier Tage dauern die Festlichkeiten, eine Zeit körperlicher Höchstleistungen für so manche Mönche und Laien, die mit schweren Holzmasken und Brokatgewändern bekleidet in sengender Hitze ihre akrobatischen Tänze vollziehen.
“Pasang Lama? Der Mönch aus Nepal? Er ist schon lange nicht mehr hier.” Immer wieder bekomme ich die gleiche Antwort, aber niemand weiß genau, wohin er gegangen ist. “Frage Karma Namgyal! Er war mit ihm befreundet, er muss es wissen”, rät mir der Ritualmeister von Wangdi-Dzong, “Karma Namgyal lebt im Dzong von Tongza. Versuche ihn dort zu finden!”
“Er ist seit neun Monaten in Meditation und lebt zurückgezogen in einer kleinen Klause in den Bergen. In drei Monaten beendet er sein Retreat und übernimmt die Position des Ritualmeisters im Phunaka-Dzong. Dort könnt ihr ihn dann treffen”. Der alte Tempelwächter dreht sich um und geht.
Bhutan, Februar 2004:
Phunaka-Dzong:
Hunderte Krieger in roten, historischen Kostümen sind aufmarschiert. Jedes Frühjahr wird im Phunaka-Dzong die große Verteidigungsschlacht nachgespielt. Während des 17. Jahrhunderts griff die tibetische Armee Bhutan an und es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die die bhutanesische Armee für sich entscheiden konnte. Vier Tage wird der Sieg jedes Jahr nun nachgefeiert. Die Soldaten haben dann Narrenfreiheit, ziehen lachend und ausgelassen durch den Dzong. Bier fließt in Strömen, Knallkörper explodieren; es wird trompetet, getanzt und so mancher Frau einen Schrecken eingejagt.
“Du wolltest mich sprechen?”, fragt eine tiefe Stimme hinter mir. Ich drehe mich um und stehe vor einem kahl geschorenen Mönch. Seine Gesichtszüge sind erhaben, seine Augen mild und weise. Es ist Karma Namgyal.
“Ja, ich kenne Pasang Lama. Er war mir immer ein enger Freund gewesen. Vor zwölf Jahren, ich erinnere mich genau, es war 1991, die Zeit, als unsere Regierung viele illegale nepalische Zuwanderer aus dem Land verwiesen hat. Damals ging auch Pasang Lama von hier weg. Er lebt jetzt, so weit ich weiß, in Sikkim, ganz in der Nähe vom Kloster Rumtek im Dubdi-Kloster. Frage dort nach einem Laienmönch namens Sangay Temba. Mit ihm ist Pasang Lama damals von hier weggegangen. Die Beiden waren befreundet. Er kann Dir sicherlich helfen und weiß mehr!”
Sikkim, April 2004:
Über Delhi fliege ich nach Westindien, fahre per Jeep weiter nach Dajiling. Teeplantagen, alte englische Kolonialhäuser, indisches Chaos … Einreise nach Sikkim: Das überfüllte Jeeptaxi quält sich die Serpentinen hinauf nach Kalimpong.
Ankunft in Rumtek:
Am Fenster von Nyima Lamas Haus kleben verschlissene Aufkleber: Karmapa back to Rumtek!
“Ja, es wird langsam Zeit, dass die indischen Behörden seiner Heiligkeit dem 17. Karmapa die Erlaubnis geben, wieder in sein Heimatkloster zurückzukehren!” Nyima schaut mir tief in die Augen. “Und Du suchst den alten Sangay Temba vom Kloster Dubdi? Er kann kaum noch etwas hören und seine Augen sind schlecht. Am Besten, ich komme mit und bringe Dich zu ihm. Es ist ein langer Weg bis Dubdi!”
Zwei Tage später betreten wir das Gelände des kleinen Klosters. Vor dem Dokhang nehme ich Platz. Die Sonne steht am wolkenlosen Himmel. Am Horizont erkenne ich die Eisspitze des Kanchenjunga … Was für kraftvoller Ort!
Eine alte Männerstimme reißt mich aus den Träumen: “Ich bin Sangay Temba. Wie kann ich Dir helfen?” Rasch erzähle ich meine Geschichte; muss sie immer wieder laut wiederholen. Plötzlich greift seine Hand an mein Amulett. Seinen Augen leuchten, wirken sehr wach und klar. Er steht auf und geht. Nach ein paar Metern dreht sich Sangay um: “Pasang Lama ist vor sechs Jahren gestorben. Warte hier!” Fragend schaue ich Nyima an. Wenige Minuten später betritt der alte Sangay Temba wieder den Raum. In seiner Hand hält er etwas Schweres, eingewickelt in eine gelbe Gebetsfahne. “Ich haben dies nach Pasangs Tod in seiner Schatulle gefunden. Ich denke, es könnte Dir weiterhelfen.” Nyima drückt sich das gelbe Tuch gegen die Stirn und murmelt das Mantra des Padmasambhava: “OM AH HUM PENSAR GURU PHEMA SIDDI HUM.” Langsam streift er ein weißes Band von dem gelben Päckchen ab und öffnet es. Was zum Vorschein kommt, lässt mich staunen.
Tränen laufen mir die Wangen herab. Lachend und weinend falle ich dem alten Mönch in die Arme … Ich stehe vor der Lösung des Rätsels.
Jetzt ist der Weg nach Tibet frei!
Lhasa, Mai 2004:
Langsam gleitet der Jet über den Transhimalaya. In 20 Minuten werde ich in Lhasa landen. Noch kann ich nicht ahnen, was mich erwarten wird: von Lhasa über Shigaze nach Gyanze und weiter an den Manasarova-See zum Kailash. Dort, auf 6.000 Metern Höhe in der Südwand des heiligen Berg Kailash im Inneren des Mandalas, dort, wo sich selten ein Mensch hin begibt, werde ich suchen! Nun, was in der gelben Gebetsfahne in Sikkim eingewickelt war und welche Bedeutung es hatte … und was ich im Inneren des Mandalas am Kailash auf 6.000 Metern entdeckt habe … darüber möchte ich Ihnen in meinem neuen Vortrag “HIMALAYA - Das Geheimnis der Goldenen Tara” ab 17. Oktober 2004 berichten.
Meinen aktuellen Tourneeplan zu meinem neuen Vortrag
“HIMALAYA - Das Geheimnis der Goldenen Tara”
finden Sie hier: Tourneeplan
Eine Leica-Visions-Reportage der außergewöhnlichen Art!
Unter Patenschaft des 14. Dalai Lamas !!!
Fakten:
Produktionszeit: 3 Jahre
18 Reisen in den Himalaya
ehemals über 1.900 belichtete Filme und 70.000 Dias - jetzt alles digitalisiert!
Dauer: 120 Minuten zzgl. Pause








